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5 Tipps für mehr Yoga in deinem Alltag

Dich begeistert Yoga einfach immer wieder, wenn du aus dem Unterricht kommst. Ganz glücklich beseelt, zufrieden und mit einem zarten Lächeln hüpfst du aus dem Kursraum und merkst, Yoga macht was mit dir. In der Tat kann man sich an diesen Zustand gewöhnen und förmlich süchtig werden nach mehr. Die Welt dreht einfach langsamer, sämtliche Alltagsgedanken verblassen und du gönnst dir endlich mal Zeit nur für dich. Und irgendwann taucht die innere Frage auf: Wie schaff ich es solche verliebten Momente im alltäglichen Leben entstehen zu lassen... neben einem Vollzeitjob, neben Freunden, Bekannten die sich gar nicht für Yoga interessieren, neben all dem Haushalt, Familie, Mann und Kind? Geht nicht?!? Wirst du vielleicht denken. Und ich sage dir:

ES GEHT IMMER ETWAS YOGA IM ALLTAG.

Yoga ist nicht nur das Praktizieren auf deiner Yogamatte, sondern Yoga ist ein Weg der eigenen Selbsterforschung und das bewusste und achtsame Hinspüren in jedem Moment. Yoga im Alltag zu leben, heißt die richtige Balance zwischen den Höhen und Tiefen des Lebens zu finden und mit dem Fluss des Lebens zu gehen. Entspannung, Meditation, Atemübungen, das Lesen von philosophischen Texten, Mantras singen, seine Lebenseinstellung überdenken und neu ausrichten, Spiritualität im Alltag leben... sind Themen, die dich näher an dieses Yogagefühl bringen. Es muss nicht immer 90 Minuten Yogapraxis täglich sein, sondern du kannst in kleinen Schritten bewusste Pausen in den Alltag einbauen, um deinen Fokus wieder mehr auf dich zu lenken. Hier beginnt Yoga.

Gerne möchte ich dir kleine hilfreiche Tipps an die Hand geben um einfach loszulegen.

 

1. Beginne mit dem was du in diesem Moment hast

Seinem Leben und seinem Alltag eine neue, achtsame und bewusste Richtung zu geben, ist die beste Ausgangsposition Yoga in sein Leben zu integrieren. Meines Erachtens brauchst du dabei zu Beginn nichts weiter, außer dich körperlich und geistig auf diesen Weg einzulassen. Sich um sein eigenes Wohlergehen zu kümmern, entsteht aus einem inneren Impuls heraus, wie einen Samenkorn zu pflanzen, der durch liebevolle Aufmerksamkeit aufblühen wird. In dem Moment wenn du dich bewusst mit deinem eigenen Atem verbindest, entsteht Achtsamkeit für den jetzigen Moment und das kann neben dem Praktizieren auf der Yogamatte auch im alltäglichen Leben entstehen. Beginne mit dem was du in diesem Moment bist und was du hast. Du musst nicht bereits ein begnadeter Yogaprofi sein, jeden Morgen gegen 5 aufstehen, vegetarisch oder vegan leben, einen ausgeglichenen Tagesrhythmus haben und jede erdenkliche, freie Minute im Schneidersitz Omen. Du musst auch kein voll ausgestattetes Yogaquipment, die hippste Kleidung und jedes philosophische Grundlagenbuch haben. Sondern du beginnst einfach mit all den Dingen, die da sind und die du in deinem Haushalt findest. Jeder hat Zuhause Decken, Kissen, Handtücher und Bücher, vielleicht einen kleinen Teppich. Nach einiger Zeit Praktizieren wirst du selbst feststellen, was für dich wichtig ist und du gerne in deinen Alltag einbauen möchtest. Und dann macht es Sinn weiter zu schauen, was solltest du dir zulegen und in welcher Qualität sollte es sein. Aber zunächst ist der Beginn und das Ausprobieren, das Testen und das Erforschen "was tut mir gut" und "was engt mich eher ein" das Wichtigste. Mach dich frei von Gedankenmustern wie "du musst etwas haben oder erreichen" im Yoga. Im Yoga musst du nichts erreichen und dich selbst nicht in Frage stellen. Im Yoga gehst du den Weg deines Herzens und wählst die Richtung, die sich befreiend für dich anfühlt.

 

2. Schaffe Rituale in deinem Alltag

Rituale sind kleine Gewohnheiten, die immer wiederkehrend auftauchen. Schon kleinen Kindern helfen Rituale im Leben Halt zu finden. Somit sollten Rituale im Erwachsenenalter nicht vernachlässigt werden. Sie helfen, dass Leben besser zu strukturieren, setzen Kräfte für wichtige Entwicklungsschritte frei und geben Orientierung. Ist deine momentane Situation gerade so, dass jeder Tag wirklich vollkommen anders aussieht und du dich gestresst und ausgelaugt fühlst, dann probiere es doch mal mal mit einem kleinen Ritual aus. Am besten ist der Morgen und der Abend dafür geeignet, da du hier für dich selbstbestimmt handeln kannst. Schon bereits ein Ritual am Morgen kann deinen ganzen Tag verändern.

 

Am Morgen

Sich etwas mehr Zeit am Morgen zu gönnen, klingt für viele unrealistisch, ist es aber nicht. Die Sommerzeit bietet sich wirklich super an, mal etwas früher aufzustehen. Wenn die Familie noch schläft und du noch im Ruhemodus bist, kannst du Freiräume schaffen für eine entspannte Extrazeit. Schon eine halbe Stunde früher aufstehen, kann so viel bewirken. Verbringe deinen Morgen mit etwas Angenehmen und verbanne alle elektrischen Geräte für eine Stunde oder mehr.

  • Mache eine kleine Atemübung. Schließe die Augen dazu und beobachte deinen Atem für ein paar Minuten. Und egal welcher Gedanke oder welches Gefühl auftaucht, kehre mit deiner Aufmerksamkeit zum eigenen Atem zurück.
  • Praktiziere kleine Yogasequenzen, die dir spontan in den Sinn kommen. Vollkommen egal welche Reinfolge entsteht, schau was deinem Körper in diesem Moment gut tut.
  • Lies ein Buch, auch wenn nur ein paar Zeilen und lass dich inspirieren aber lass die Tageszeitung beiseite.
  • Beobachte aus dem Fenster. Super schön ist es, wenn man einfach nur den Wolken beim wandern zuschaut.
  • Nimm dir Zeit über die Dinge nachzudenken, über die du dankbar sein kannst. Und glaub mir, es gibt eine Menge in deinem Leben, für das du dankbar sein solltest. Nichts sollte selbstverständlich sein.

Am Abend

Gönne dir einen entspannten Tagesausklang. Die letzte Stunde vorm Zubettgehen solltest du wirklich in Stille genießen, also vielleicht das Fernsehen, Radio und Handy ausschalten, um dich vom lärmenden und hektischen Alltag herauszunehmen. Solltest du morgens schlecht aus dem Bett kommen, dann probiere mal aus gegen 22 Uhr schlafen zu gehen.

  • Entspannungsübungen praktizieren wie Progressive Muskelentspannung und Phantasiereisen.
  • Eine Mantra-CD einlegen und sich von den Klängen wundervoll berühren und entspannen lassen.
  • Ruhige Yogasequenzen im Liegen, die dich liebevoll auf eine geruhsame Nacht vorbereiten.
  • Gönne dir eine kleine Hand- oder Fußmassage mit beruhigenden, duftenden Massageölen.
  • Entspannt hinsetzen und den Alltag Revue passieren, sich dabei von erlebten Situationen und Menschen lösen, so dass du nicht mit Ärger oder Wut im Bauch zu Bett gehst.

 

3. Schenke dir kleine Pausen und tue was dir Lust und Freude bereitet.

Wir alle haben unsere Herausforderungen und Aufgaben im Familien- und im Arbeitsalltag. Dennoch ist es wichtig und auch möglich sich für ein paar Momente aus dem Alltag herauszunehmen, Abstand zu gewinnen, durchzuatmen und aufzutanken. Während der Arbeit kannst du die Frühstücks- oder Mittagspause für einen kleinen Spaziergang nutzen, um den Kopf frei zu bekommen. Während der Arbeit lohnt es sich für ein paar Minuten zurückzulehnen oder ein paar Schritte zu laufen und ruhige Atemübungen zu praktizieren. Manchmal hilft es schon, die Aufmerksamkeit auf den eigenen Atem zu lenken und bewusst dabei zu bleiben. Eine kleine Erinnerungsmail auf deinen PC oder aufs Handy kann da sehr hilfreich sein. Hier übst du, was du bereits aus dem Yogaunterricht kennst und stresst dich nicht mit Praktiken, die du irgendwann gehört oder gelesen hast. Keep it simple. Bewege und dehne immer wieder deinen Körper zwischendurch. Zu langes Sitzen oder Stehen verkrampft und führt zu weiteren Anspannungen. Leichte Yogaübungen am Schreibtisch oder im Stehen können hier bereits Abhilfe schaffen. Handhabe es genauso auch im Familienalltag. 5 Minuten zwischendurch sind immer möglich und realistisch. Denn alles was du für dich und dein Wohlergehen tust, bringt dich weiter. Stresse dich nicht, Freiräume von 30 - 60 Minuten täglich zu finden, wo du ganz alleine für dich praktizieren kannst. Wenn du einfach mehr brauchst, gönne dir eine angeleitete Yogastunde im Studio. Und auch hier solltest du es zu einem kleinen Ritual werden lassen. Sich bewusst einen Abend für dein Yoga im Kalender freihalten gibt dir Struktur und hilft Familie und Freunden deine private Zeit anzuerkennen.

Und dann gehört natürlich Lust und Freude in den Alltag. Tue Dinge, die dein Herz hüpfen lässt. Natürlich ist ein Jahresurlaub immer das Beste aber nur auf diese Zeit hinzufiebern, bringt irgendwie Trübsal mit sich. Mach jede Woche etwas, was dich wirklich den Alltagsstress vergessen lässt. Geh in den Wald spazieren, lies ein gutes Buch, geh shoppen, setz dich in ein Eiscafe und beobachte ein wenig die Leute, besuche einen Workshop oder einen Kurs, zu Themen die du spannend findest, vielleicht hilft malen dich auf andere Gedanken zu bringen oder sich sonnend auf die nächste Parkbank zu legen. Gib dein Geld für Erlebnisse aus und nicht für Dinge, die nur eingestaubt im Regal ihren Wert verlieren. Denn Erlebnisse und besonders kreative Momente des Alleinseins prägen deine Identität.

 

4. Wie richtest du dich bei größeren Herausforderungen im Alltag neu aus

Und dann gibt es die zahlreichen Momente, wo du einfach genervt und verärgert bist. Dein Chef erkennt deine Mühe und Fleiß in deiner Arbeit nicht an. Die Kinder machen mal wieder nur das, was dich aus deinem Konzept bringt und dein Mann, Partner oder die Freunde haben andere Vorstellungen und Erwartungen. So ein Spannungsfeld wird es immer geben, außer du verkriechst dich in eine Berghöhle und lebst für dich allein. Aber genau solche Dinge gehören zum Leben dazu, die Tiefs und die Hochs bestimmen unser Leben und wollen gelebt werden.

Die nachfolgenden Ansichten vermitteln gelebte Spiritualität im Alltag.

  • Lerne der Person dir gegenüber zuzuhören und lasse sie ausreden, anstatt deine Ansicht sofort mitteilen zu wollen. Die meisten Konflikte entstehen, weil wir nicht aktiv zuhören und verstehen, was die andere Person bewegt.
  • Jeder hat seine eigene Meinung, die sich aus vielen erlebten Erfahrungen formt. Beginne nicht andere von deiner Meinung zu überzeugen, sondern vielmehr praktiziere sie im Alltag.
  • Lass andere Menschen und vor allem deine Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen. Bestimmt sind deine Ratschläge gut gemeint, dennoch ist es wichtig jeder durchlebt Situationen auf eigene Weise und findet seine Lösungen.
  • Ist eine Situation festgefahren und sehr emotional, dann verlasse sie, um beiden genügend Abstand und Raum zum Nachdenken zu geben.
  • Anstatt immer nur mit Worten zu reagieren, beginne zu handeln.
  • Lerne Abstand zu gewinnen in deiner Wahrnehmung wie du Dinge siehst und was tatsächlich in diesem Moment passiert, anstatt emotional sofort zu reagieren.
  • Nur du entscheidest über dein eigenes Glück. Somit mache keine andere Person für Situationen und Lebensumstände verantwortlich.
  • Es liegt in deiner Verantwortung Dinge positiv oder negativ zu sehen.

 

5. Sei kreativ auf deiner Yogamatte

Und dann findest du Zeit, um Zuhause Yoga auf deiner Matte zu praktizieren, nur weißt du nicht genau wie du loslegen sollst. Sei einfach kreativ und beginne mit kleinen Yogasequenzen. Was aus deiner Intuition heraus entsteht ohne zu werten und zu hinterfragen, lässt du zu. Oft sind wir gar nicht mehr spontan und kreativ genug, da alles nach Plan geschehen muss. Aber Yoga ist ein kreatives Selbsterforschen und neu entdecken und genießen. Deine Übungen können sich jeden Tag anders anfühlen, somit erfahre was jede noch so kleine Übung mit dir körperlich, gedanklich und emotional macht. Oder vielleicht hilft es dir zuvor ein wenig die Hüften zu schwingen zur Lieblingsmusik, sich nach und nach mit dem eigenen Atem zu verbinden und dann dein Yoga entstehen zu lassen. Mach dir weniger Gedanken und fühle, was aus deinem Inneren heraus entsteht. Und manchmal hilft es, nur auf der Yogamatte zu liegen, zu atmen und zu beobachten was auch immer kommen möchte.

 

Ich wünsche dir viel Freude in deinem Yoga-Alltag.



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