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Fastenzeit für mehr Fülle

Nach dem Aschermittwoch beginnt traditionell die 40-tägige Fastenzeit bei den Christen, wobei man auf lieb gewonnene Dinge und Lebensmittel verzichtet. Der Grundgedanke dahinter war bewusster zu leben, um sich auf das wichtigste Feste das Osterfest vorzubereiten. Der Ursprung der Fastenzeit geht jedoch auf die vorchristliche Zeit zurück, wobei es keinen bewussten Verzicht gab, vielmehr war es den zu Neige gehenden Vorräten geschuldet. Die verderblichen Vorräte wurden aussortiert und mit den restlichen Nahrungsmitteln musste man sorgsam bis zum Frühling haushalten. Die Kirche veränderte den Fokus und führte als Zeichen für Buße und Besinnung die Fastenzeit ein.

Für mein Verständnis ist dieses Konzept von Verzicht und Einschränkung immer aus einem Mangel- und Angstgedanken heraus. Ist es nicht viel wichtiger, dass wir jeden Tag bewusst genießen und nicht nur Auszeiten intensiv erleben? Unsere Gesundheit ist nicht etwas was wir als Ziel erlangen, vielmehr sollte es eine tägliche Beschäftigung mit uns selbst sein. So das wir ein Leben in Fülle, Harmonie und Liebe zu uns selbst führen und nicht nur unseren Körper, sondern auch Geist und Seele berühren. Nur wenn wir im Einklang mit uns selbst sind, erwachen wir in unser volles Potential.

Wenn wir diesen Gedanken mit in die nächsten Wochen bis hin zum Osterfest nehmen, dann legen wir persönlich den Fokus auf die Dinge die uns heilig und wichtig sind. Auf das was wir nähren und mehr im Leben haben möchten. Und dadurch lösen wir uns gleichzeitig von den Dingen, die uns nicht mehr gut tun.

Gerne möchte ich dir Inspirationen an die Hand geben, wie du diese Zeit einmal mit einem anderen Bewusstsein erfahren darfst. Mit der neuen und heranwachsenden, kraftvollen Zeit spürst du vielleicht auch was du gerne mehr haben möchtest in nächster Zeit, um deinen Visionen und Träumen näher zu kommen.

Zunächst mache dir Gedanken was du in deinem Leben mehr haben möchtest, was darf spürbarer und sichtbarer für dich werden. Was möchtest du in dein Leben einladen und was darf sich so richtig in deinem Alltag ausbreiten. Überlege gerne was dir wichtig ist und dann entscheide dich für eine Sache. Zum Beispiel möchtest du dich wohler in deinem Körper fühlen. Dann schaue auf deinen momentanen Alltag ohne die Dinge zu beschönigen, sondern sei radikal ehrlich zu dir selbst. Überlege an welchen Stellen und mit welchen Verhaltensweisen du genau das Gegenteil bewirkst und tust. Vielleicht bemerkst du, dass du dein Essen eher zwischendurch in Eile einnimmst, du deinen Tag bereits hektisch beginnst, viel zu viel ungesunde Sachen auf dem Speiseplan hast, oder das ausgewogene Pausen im Alltag eher selten vorkommen. Mache dir gerne eine Liste mit all diesen Dingen und dann entscheide dich für maximal 3 Sachen, wo du dir Alternativen ausdenkst.

  • Wenn dein Alltag bereits stressig beginnt, wäre die Alternative eine halbe Stunde eher aufzustehen.
  • Eine Mahlzeit am Tag solltest du in Ruhe genießen, also schau zu welcher Zeit du Zuhause bist und ob du das Ganze nicht sogar als gemeinsame Familienzeit nutzen kannst.
  • Solltest du immer öfters zu Süßigkeiten greifen, weil es gerade sehr hektisch ist oder du dich ablenken möchtest, dann überdenke genauer ob nicht auch andere Lebensmittel dir gut tun könnten oder wo du noch mehr Ruhepausen einlegen solltest für mehr Zeit für dich.
  • Vielleicht hilft es Abends früher ins Bett zu gehen, so dass du dich nicht mit langen Fernsehabenden und den ungewollten extra Portionen Schokolade ablenkst.

Wenn wir unser Handeln und unsere Gewohnheiten in dieser Art und Weise überdenken, entsteht aus Verzicht mehr Fülle und aus Einschränkung mehr Selbstliebe. Wir schränken uns nicht mehr ein, sondern laden die Dinge in unser Leben ein die uns gut tun und innerlich nähren und aufblühen lassen.

Denn genauso wie die Natur gerade kraftvoll von innen heraus erwacht, sollten auch wir erblühen und uns entfalten. Auf das unser Leben von innen heraus hell werden darf. Viel Freude beim die Dinge mal anders betrachten dürfen!



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