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Frühlingserwachen

Nun ist es soweit - mit der Tagundnachtgleiche hat das Licht wieder die Herrschaft übernommen. Es ist der Moment an dem das "frühe" Jahr offiziell beginnt und sich alles mit kleinen Schritten nach Außen wagt. Die Natur beginnt zu erwachen und kraftvoll sein Kleid zu erneuern. In früheren Zeiten huldigten die Germanen zur Tagundnachtgleiche die Göttin Ostara, die sinnbildhaft für die Auferstehung der Natur und das Erwachen der Erde nach einem langen Winter steht. Zur damaligen Zeit haben die Bauer die Felder geweiht und somit alles für die neue Aussaat vorbereitet. Somit markierte diese Zeit einen Neubeginn des aktiven Jahres. Und auch wir können diesen Wendepunkt neu für uns nutzen.

Es ist die Zeit in der wir unsere Visionen und Einsichten umsetzen dürfen um sie mit der Welt zu teilen. Nur was wir gerade jetzt in Zeiten der vielleicht größten Krise für uns erleben, dass wir förmlich ausgebremst werden. Oder vielmehr wir werden in unsere eigenen vier Wände zurück geworfen. Gerade jetzt dürfen wir uns aufmerksam uns selbst, unserer Familie und den eigenen Bedürfnissen liebevoll zuwenden. Und das scheint für den einen oder anderen gerade so schwer zu sein, da uns der Kontakt nach Außen fast schon entzogen wird. Gerade jetzt wird so unbeschreiblich sichtbar, wie sehr wir von äußeren Reizen und Ablenkungen diese Welt erlebt und erfahren haben. Wir sehen, wie selbstverständlich wir uns in dieser Welt bewegt haben. Mit dem 21. März fängt auch das Mondjahr an und somit auch ein Jahr des "Fühlens". Und Fühlen ist der Auftrag in die Tiefe zu gehen, um von dort aus alles zu sehen und zu erleben.

Und so dürfen wir ehrlich in uns hineinhorchen, ob unsere Wünsche und Visionen nicht doch immer wieder das Ziel verfolgen, noch ein bisschen besser und noch ein bisschen schneller zu sein. Vielleicht dreht sich auch gerade deshalb unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Welt langsamer, so das wir angehalten werden uns wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Auf die Natur und ihre irgendwann ausgeschöpften Ressourcen, die unsere Lebensgrundlage sind. Wir brauchen die Natur zum leben aber die Natur braucht uns selbst nie. Und so dürfen wir uns nicht ständig als den Schöpfer von allem sehen, sondern vielmehr sollten wir diesen wundervollen Planeten erhalten. Wir müssen endlich erkennen, dass unser Handeln nur mit einem wertschätzenden und mitfühlenden Miteinander auf dieser Erde funktionieren kann. Und dieses Wirken und Handeln hört nicht an bestimmten Grenzen auf, sondern es muss und darf um den ganzen Erdball fließen. Das irgendwann ein noch Höher, Schneller und Weiter am Höchstpunkt angekommen sein muss und danach es nur den freien Fall nach unten geben kann. Es ist endlich wichtig in unserer Wohlstandsgesellschaft zu sehen, dass nicht alles immer wieder selbstverständlich ist. Und wir nicht ständig glauben dürfen jede Annehmlichkeit, jedes Recht und jeden Freiheitsgedanken für uns gepachtet zu haben. Es ist an der Zeit für ein ehrliches Hinschauen, ein ehrliches Bewusstsein, dass nicht das ICH in den Mittelpunkt rückt, sondern wo das WIR immer bedeutender wird. Und das WIR steht für alle Menschen auf diesem Planeten.

Und wenn wir Menschen verstehen, dass wir es sind die die Zukunft in SICH tragen und wir die Veränderung sein können, nach der wir uns so sehr gesehnt haben. Das wir nicht mit dem Finger auf die Gesellschaft zeigen, die sich ändern soll. Sondern das wir  stattdessen aktiv Veränderung herbeiführen, im Kleinen wie im Großen. Das wir endlich bereit sind unseren Wohlstand mit anderen zu Teilen, womöglich auch beginnen in einigen Bereichen loszulassen. Und dabei ist es immer wieder wichtig sich neu zu fragen: Was möchte mich das Leben gerade lehren? Welche Werte und Wertvorstellungen sind persönlich für mich wichtig und möchte ich auch an andere Menschen weitergeben? Und wie lebe ich sie anhand meiner Worte, Taten und Gedanken nach Außen? So das sich unsere Visionen und unsere Wünsche von innen heraus tragen und sie ein gemeinschaftliches Wohl unterstützen.

Die Schlüsselblume auch im Volksmund Himmelsschlüssel genannt, ist eine wahre Frühlingsverkünderin. Der Sage nach öffnen die Schlüsselblumen Türen: zu himmlischen Schätzen und zum Herzen. Wenn du dich also bei deinem nächsten Spaziergang in die leuchtende Farbenpracht verliebst, beginne diese Welt weniger mit dem Verstand zu erklären, sondern mit dem Herzen zu sehen. Das Herz das sich nun endlich erheben möchte. Es ist an der Zeit, dass sich Dinge im Wohle aller Menschen und der Natur verändern dürfen.



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